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„Sage lieber, über die Du Dich einer ſchönen, aber gefährlichen Täuſchung hingibſt! Daß er Deinetwegen von ſeinem Onkel enterbt worden iſt, das mögt Ihr immerhin vergeſſen, denn daran läßt ſich nichts mehr ändern. Das aber iſt nicht das Schlimmſte, damit hat er nur einem Glücke entſagt, welches er nie in Wirklich⸗ keit beſaß. Das eigentliche Unglück Deines Mannes liegt in ſeinem verfehlten Berufe. Seine Kenntniſſe, ſeine Tüchtigkeit, die er ſich nach jahrelangem Studium er⸗ rungen, dieſen Bauplatz für das Gebäude ſeiner Zukunft, ſeiner Beſtimmung muß er brach liegen laſſen, um ſtatt deſſen in einem dumpfen Bureau zu verſauern. Ich weiß, was Du ſagen willſt: er hofft auf eine andere, ſeinen Fähigkeiten entſprechende Anſtellung und betrachtet ſeine gegenwärtige Beſchäftigung nur als einen vorüber⸗ gehenden Nothbehelf, nicht wahr? Wenn er aber auf⸗ richtig gegen ſich ſelbſt ſein will, ſo muß er einſehen, daß es ihm ohne den Beiſtand des Glücks ſchwer werden wird, in die einmal aufgegebene Bahn ſeines Berufs wieder einzulenken. Ich ſage aber, es iſt unmöglich, denn ein mittelloſer Forſtcandidat mit Famillie iſt ein Unding, wie ein Haus, das man beim Dache zu bauen anfangen will. Ihr werdet Euch von einer Hoffnung zur andeen friſten, bis Euch zu ſpät die Wahrheit aufgehen wid, daß Ihr auf Lebenszeit ſchmählich in die engſten Grenzen
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