Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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Faſt regelmäßig fand ſich in der angrenzenden Laube auch die fremde Frau ein. Sie theilte mit dem Doctor das gleiche Intereſſe, aber nicht die gleiche Scheu vor dem geſprochenen Wort, denn er hörte ſie oft ſich mit der Aufwärterin des Gartens über das junge Ehepaar unter⸗ halten. Oft auch war ſie im murmelnden Selbſtgeſpräch begriffen, und wenn es ſich traf, daß Roſa an Arthur's Arme an der Treppe erſchien, ſtieß ſie Drohungen und Verwünſchungen aus. In ihren Unterhaltungen mit der Aufwärterin war es offenbar darauf abgeſehen, dieſelbe über die äußern Verhältniſſe des jungen Paares aus⸗ zuforſchen. Sie ſeien nicht ſo beneidenswerth, hieß es da, wie es von unten ausſehe. Es ginge bei ihnen ſehr knapp zu; der junge Herr ſcheine viel Kummer und Sorgen zu haben; er ſei den ganzen Tag über im Ge⸗ ſchäft und arbeite zu Hauſe oft Nächte hindurch, ohne daß es die junge Frau zu wiſſen ſcheine. Als ſie hier eingezogen, ſei er ein geſundheitſtrahlender, fröhlicher Mann geweſen, jetzt ſei er nur der Schatten von früher. Im Sommer möge es noch ſo hingehen, wie es aber werden ſolle, wenn der Winter käme mit ſeinen erhöhten Bedürfniſſen, das wiſſe Gott allein.

Die Fremde war mit der Aufwärterin vollkommen darin einverſtanden, daß ſich die beiden jungen Leute leichtſingnig ins Unglück eſtürzt hätten, und wurde nicht

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