Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Beſitzer des Gartens auch nur Nebenſache zu ſein, denn Karl, der ſeine Aufmerkſamkeit jetzt dem jenſeitigen Ge⸗ biet zuwandte, das er im Rücken ſeiner Laube entdeckt hatte, bemerkte dort Obſtpflanzungen, Gemüſe⸗ und Blumenbeete

und ſeitwärts auch ein ſich lang hindehnendes Treibhaus,

woraus er auf einen ſchwunghaften Betrieb der Kunſt⸗

und Handelsgärtnerei ſchloß. Unweit von ſeiner Laube

erhob ſich auch ein zierliches einſtöckiges Wohngebäude,

weiß angeſtrichen und mit erhöhtem Parterre; der Vor⸗

platz vor der Hausthür, zu welchem links und rechts

Stufen führten, war mit einem ſteineruen, durch⸗

brochenen Geländer verſehen, und der darunter befind⸗

liche Raum mit Gartengeräthen jeder Gattung voll⸗

geſtopft.

Eins der Fenſter im erſten Stock war geöffnet. Von dort vernahm Karl zuweilen deutlich ein Geräuſch, als würde eine Scheere auf einen Tiſch geworfen; dann wieder ſchien Jemand Leinwand zu reißen und endlich tauchte am Feſter ſelbſt ein Stück ſchneeweißes Linnen

auf, welches die vermuthete Nähe einer fleißigen weib⸗ lichen Hand unzweifelhaft erſcheinen ließ. Es zeigte ſich

jetzt ſogar ein zarter Arm am Fenſter und dann der weite Aermel eines weißen luftigen Sommergewandes. Es galt etwas zu meſſen oder in eine Falte zu legen, wozu zwei Hände nicht ausreichten, die Hülfe der Zähne