ſo groß, daß der ſchwarze Domino ſelbſt ſich nicht genug wundern kann, wie es ihm gelungen ſei, ſie zum Eintritt in die Loge zu vermögen. Vergebens ſind ſeine Bitten, ihr Antlitz zu enthüllen, und geſchickt weiß ſie ſeinen Verſuchen, die Bänder mit eigener Hand zu löſen, aus⸗ zuweichen. Als der ſchwarze Domino ſelbſt ſich von der
grünen Larve befreit und ſie in ſeine Züge blickt, ſtößt
ſie einen ſchwachen Schrei aus, denn ſie erkennt die könig⸗ liche Hoheit. Jetzt iſt ſie um ſo ſchwerer zu bewegen, ihre Maske zu lüften. Sie ſpricht von einer Täuſchung, die ſeiner warte; ſie will fort. Der Fürſt hält ſie zurück, ſeine Hand erfaßt glücklich ein Band, die Schleife löſt ſich und die ſchwarze Maske flattert auf die Schulter des jugendlichen, in üppiger Schönheit prangenden Weibes. Immer und immer wieder wendet ſich ihr Antlitz, das er ſanft an den Wangen erfaßt, von ihm ab, und von den matten Strahlen umgaukelt, welche die Blumen⸗ gebüſche entſenden, ſieht er es nur auf Augenblicke, wie
im Dämmerlichte ſüßer Ahnung. Nur ſchwer entſchließt
ſie ſich, ſeine Zärtlichkeiten zu belohnen und ihn anzu⸗ blicken. Als läſe ſie die Ideengänge in ſeinen Augen, die ſich bewundernd und doch mit einer Beimiſchung von Nachſinnen in die ihrigen verſenkt haben, wendet ſie das Antlitz wieder von ihm ab. Aber es iſt zu ſpät. Er hat ſchon geſunden, was er ſuchte: eine Aehnlichkeit.


