Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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war ihm, als brauche er nur den Segler zu begleiten und er würde ihr von neuem in der Kirche begegnen, würde ſie wieder auf dem Balcon ihres Palaſtes, wieder in ihrer Barke erblicken. Und jetzt war ihm die Stätte, von welcher aus er nach dem Schiffe blickte, die heiligſte

in ſeiner Vaterſtadt.

So hat die Scholle ſeiner Heimat mit ſeinen Erleb⸗ niſſen in der weiten Ferne ſtets in einer geheimnißvollen Verbindung geſtanden, wie die gleichzeitigen Ausbrüche des Veſuvs und des Geyſers.

Und jetzt, nach jahrelangem Frieden, zeigen ſich plötz⸗ lich wieder die drohenden Anzeichen einer Erruption.

Mehrere Male hat er ſeinen Beſuch in dem alten Hauſe wiederholt und immer iſt er nur bis zur Vor⸗ ſaalthür gekommen, wo Roſa's Mutter ihm mit un⸗ erträglich freundlichen Worten ihr Bedauern ausgedrückt hat, daß ihre Tochter ſich eben in der Probe befinde.

Seit jenem erſten Male hat er Roſa in ihrer Häus⸗ lichkeit nicht wiedergeſehen. Statt deſſen lieſt er ihren Namen an allen Straßenecken; in ſtrahlenden Gewän⸗ dern, in einer künſtlichen, ihrer rührenden Anmuth un⸗ würdigen Glorie ſieht er ſie um fremde Gunſt ringen. Es zuckt ihm durch alle Nerven, wenn er das ſchallende Beifallklatſchen hört, das ſie bei jedem Auftreten em⸗ pfängt, ſie bei jedem Abgange begleitet. Er vermag es