135 Allmälig erwacht die Saulapotheke zum Leben. Die
Hausmädchen ſchaffen große Teppiche in den Hof und fangen an, dieſe auszuklopfen, und infolge dieſes lange
nicht gehörten Geräuſches wendet ſich Arthur im erſten
Stock in ſeinem Bette um, ſchläft aber gleich wieder ein.
Auf einem Gange verſammelt ſich die Dienerſchaft um den Hausknecht, welcher die Zahl der Kleidungsſtücke, die er des Morgens zu reinigen hat, unter andern um ein Paar mächtiger Kanonenſtiefel und ein ſchmuckes grünes Wams, ähnlich wie es die Jäger tragen, vermehrt ſieht. Neugierig werden dieſe Gegenſtände von allen betrachtet, beſonderes Intereſſe aber flößt das Jagdmeſſer ein, das an einem Lederriemen hängt, und in theatraliſcher Stellung zückt es der Hausknecht nach dem Herzen der Köchin, die ſo laut aufkreiſcht, daß ſich nun auch der Doctor im zweiten Stock auf das andere Ohr legt.
Ziemlich um dieſelbe Zeit wickelt Onkel Saul große raſchelnde Papierrollen zuſammen; es ſind Zeichnungen, die er eben beſichtigt hat, und wie eine Schmarotzerpflanze ſchmiegt ſich an jede Landſchaft, an jeden Kopf und jedes Thierſtück der Schriftzug: Arthur Hofacker pinxit. Der Charakter der Handſchrift deutet auf die Gymnaſiaſten⸗ zeit zurück. Onkel Saul durchſtöbert heute Alles, was in Beziehung zu Arthur ſteht, und erinnert an reiſende Engländer, die das Intereſſe an einer Gegend, welche in


