Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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und eine echte Türkenpfeife; eine Harfe lehnt ſich friedlich an ein Comptoirpult, das ein halbes Dutzend mehr oder weniger eleganter Lampen trägt.

Roſa betrat die Lokalität nur höchſt ſelten und dann geſchah es gewöhnlich, daß ſie das geſchmackloſe Arrange⸗ ment der Bilder kritiſirte und, zu der Mutter großem Aergerniß, Anſtalten traf, denſelben andere Plätze an⸗ zuweiſen, was natürlich verhindert wurde. Auch wollte Roſa dann ſtets durch das Fernrohr ſehen oder die echte Türkenpfeife dem Hausmanne unten ſchenken, zuweilen machte ſie ſogar höchſt mißlungene Verſuche, auf der Cre⸗ moneſer Geige zu ſpielen, und ſo ſchloſſen ihre Beſuche in dem Bazar gewöhnlich damit, daß die Mutter ſie am Arme ergriff und zur Thür hinausführte.

Frau Stubenrauch hatte mit den Leuten, welche in Geſchäftsangelegenheiten zu ihr kamen, viel Aerger und Verdruß und Roſa hörte häufig durch die Thüren hef⸗ tigen Wortwechſel in dem Geſchäftszimmer. Als ſie einſt von einem Ausgange zurückkehrte, begegnete ihr auf der Treppe eine junge Dame in ſehr auffallender, bunter Kleidung, die unter Weinen und Schluchzen ſich in be⸗ leidigenden Ausdrücken gegen Roſa's Mutter erging, welche oben an der Saalthür ſtand. Die Wuth der jungen Dame ſchien ſich ſogar auf Roſa zu übertragen, denn ſie warf dieſer im Vorübergehen einen giftſprühenden Blick

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