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Ach daß wir mißtrauiſcher wären gegen räthſelhafte Augenblicke, denen wir einen wichtigen Auftrag an die
Zukunft mitgeben!
Adeline hatte Karl's Begleitung abgelehnt und, als er mit der Lampe ihr leuchten wollte, ſchnell die Thür zugedrückt. Trotz der herrſchenden Finſterniß eilte ſie leichten Fußes die Treppen hinab, als wäre es ihr ein alter gewohnter Weg. Sie hatte nur noch wenige Stufen vor ſich, da hörte ſie in der Hausflur eine Thür öffnen und Jemand„Gute Nacht!“ rufen. Adeline verbarg ſich ſchnell hinter einem Pfeiler, um nicht geſehen zu werden.
„Was ich Euch fragen wollte“, ſagte eine ſeltſam ſchnarrende Männerſtimme,„Eure Frau brauchte es ja nicht zu hören—“
„O, die darf Alles hören“, erwiderte der Angeredete in einem gedämpften, eindringlichen Tone;„was ich weiß, weiß ſie auch, denn ſie iſt eine ſehr verſchwiegene Frau,
wie es wenige gibt.“
„Was ich Euch fragen wollte“, wiederholte der Andere „und deshalb bin ich eigentlich gekommen: hat Eure Geſchäftsfreundin Töchter? Ihr wißt, wen ich meine?“
„Ob ich es weiß! Allerdings hat ſie eine Tochter.“
„Eine Tochter von etwa zwanzig Jahren, nicht war?“
„So alt mag ſie wohl ſein.“


