Teil eines Werkes 
2. Bd. (1828)
Entstehung
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beide Schlüſſel zu dem eiſernen Käſtchen finden; der eine, ſagte ich dir, iſt in dem Schloß, den andern

wirſt du in einer kleinen Niſche zur Rechten finden. Hier verließ ihn die Sprache; der Goſein machte eine convulſiviſche Bewegung, röchelte und war nicht mehr.

Ismael hatte ſich kaum von dem Hinſcheiden ſei⸗ nes Rathgebers überzeugt, als er ſogleich dem Bei⸗ ſpiel ſeines Vorgängers folgte, und aus der Hohle fort eilte. Als er den Berg hinabgeſtiegen war, ſuchte er ſeinen Klepper, der ſeinen Zaum von den Stumpen, an den ihn ſein Herr befeſtigte, wegge⸗ ſtreift hatte und in einiger Entfernung graste. Zor⸗ nig und murrend über dieſen Zeitverluſt, beſtieg der

Jude ſchnell ſeinen Klepper, wandte ihn gegen Bom⸗.

bay und ließ ihn ſo ziemlich das Gewicht ſeines Stockes fühlen. 4

Während er ſo ſein edles Roß zur Eile anzutrei⸗ ben verſuchte, glaubte er unmittelbar vor ſich den Schall von Pferdeshufen zu vernehmen. Die Nacht war nicht ſo finſter, daß er hätte ſeinen Weg nicht ſehen können, und doch zitterte er bei jedem Schritte den ſein K lepper machte. Daß jemand vor ihm vor⸗ aus reite, das war er jetzt gewiß; denn er vernahm deutlich das Schnauben eines Roſſes: er fand es un⸗

möglich, den Mann einzuholen; übrigens war es ihm

gerade auch nicht darum zu thun, da er befürchten mußte, nur aufgehalten zu werden. Mit Mühe brachte der ängſtliche Jude ſein müdes Thier den Ghaut her⸗ ab bis nach dem Dorf Campowli, das an dem Fuß dieſes Berges liegt; weiter zu reiten, war unmöglich,

ſein Klepper war gänzlich abgemattet und er ſelbſt

wohl gerüttelt und äußerſt müde. Doch, eine ſo goldne Erndte vor ſich, durfte er nicht an die eigene kor⸗