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mal in deſſen Beſitz gelangt war, gab ſie ihn nicht mehr zurück. Sobald ſie den Cazee ſoweit zahm ge⸗ macht fand, daß er, wenn auch ungern, ihren Wün⸗ ſchen ſich fügte, legte ſie ihm nach und nach engere Feſſeln an, bis er zuletzt voͤllig in ihrer Gewalt war, und ſie nach Gefallen mit ihm ſchaltete. Der Cazee
fühlte den Einfluß, den ſie auf ihn gewonnen hatte,
und verſuchte öfters, ſich dagegen aufzulehnen; allein ſein Weib Lama gab bei ihrer Klugheit und Vorſicht ſowohl in öffentlichen als häuslichen Angelegenhei⸗ ten, ſo wenig eine Blöße, daß er genöthigt war ſich unter ihren Willen zu beugen.
Nachdem ſie ſich der läſtigen, gierigen Beſucher entledigt, richtete Lama ihre Aufmerkſamkeit zunächſt auf die häusliche Einrichtung des Cazee, und war auf ernſtliche Einſchränkungen bedacht, als ihr Ge⸗ mahl mit freundlichem Blicke ſich ihr näherte, der, wie ſie wohl wußte, einen Sturm auf die Börſe an⸗ deutete. Sie beſchloß ſeine Forderungen nur dann zu bewilligen, wenn er ſie von der wirklichen Nothwen⸗ digkeit ſeiner Ausgabe überzeugen könnte.
„Lama,“ begann er,„ich brauche dreihundert
Rupien.“
„Dreihundert Rupien, Cazee Ahmak! Um's Him⸗ melswillen, wozu dieſe ungeheure Summe?“ „Werde nur nicht böſe,“ fuhr der Cazee fort,
„aber ich habe vor einiger Zeit meiner Lieblingsblume
in meinem Harem einen Shawl und ein paar ſeidne Hoſen verſprochen; eben erinnert ſie mich daran, und hiezu verlange ich dieſe Summe.“
„Wirklich?“ ſagte Lama;„ganz gut, warte nur einen Augenblick, bis ich wieder zurückkomme.“ Mit dieſen Worten verließ ſie den erfreuten Kadi, und ging nicht an den Goldkaſten, ſondern nach dem


