Teil eines Werkes 
2. Bd. (1828)
Entstehung
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Mann, deſſen Tod von der ganzen Stadt betrauert wurde. Als ein rechtſchaffner unbeſtechlicher Mann, that er durch ſein Richteramt der Tyrannei der Rei⸗ chen Einhalt, während er die Rechte der Armen ſchützte und ſchirmte. Seine Gerechtigkeit verbreitete ringsum Segen, gleich den Wellen des Noorshervan. Leider war ſein Sohn und Nachfolger ſehr von ihm verſchieden. Er begann ſein Amt damit, daß er Feſte und große Gaſtereien gab; dieſe wurden oft wiederholt, und bei ſeinem angebornen Hange zur Schlemmerei, ſtieg ſeine Unwiſſenheit, und ſein Ver⸗ ſtand nahm ab, je mehr ſein Koͤrper zulegte. Dieſe immerwährenden Gaſtmahle gaben zwar ſeiner Perſon

einen weiten Umfang, trugen aber nicht wenig dazu

bei, ſein Erbgut, welches ohnedieß nicht groß war, zu ſchmälern; doch hatte der Cazee klüglich dafür ge⸗ ſorgt, ſich ein ſeinem Amte angemeſſnes Einkommen zu ſichern. Sein Vorrath an baarem Gelde wäre gänzlich darauf gegangen, hätte er nicht einen klugen Schatzmeiſter gehabt, welchem er auch nicht eine Ru⸗ pie über die feſtgeſetzte monatliche Ausgabe abzudingen vermochte. Dieſer Schatzmeiſter war ſeine Frau, die ihrem Manne bei deſſen zunehmender Verſchwendung Vor⸗ ſtellungen wegen der Thorheit gemacht hatte, daß er ſich ſelbſt an den Bettelſtab brächte, indem er für eine Bande undankbarer Schmarotzer offne Tafel hielte, die, wenn ſie einmal ihren Magen nicht mehr auf ſeine Koſten füͤllen könnten, für immer wegblei⸗ ben würden. Es gelang ihr in einem günſtigen Au⸗ genblicke, wo der Cazee ſich gerade weniger überladen hatte, und mehr als gewöhnlich für Überzeugungs⸗ gründe zugänglich war, den Schlüſſel zum wohlver⸗ wahrten Geldkaſten zu erhalten, und nachdem ſie ein⸗