Teil eines Werkes 
1. Bd. (1828)
Entstehung
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brachte man den ſterbenden Gefangenen vor die Verfammlung, und die Frau rief aus:das iſt er.

Daß Zorawer's Verſuch, mit ſeiner Gelieb⸗ ten zu entfliehen, Veranlaſſung wurde, daß er ſeine Schweſter wieder fand, hielt man fuͤr cige hoͤhere Fuͤgung, und alle wuͤnſchten ihm Gluͤck, daß er eine ſo liebenswuͤrdige Schweſter, wie die ſchoͤne Goolab, beſitze. Der Firman von Delhi kam an mit dem Befehle an Adina Beg Khan, den gefangenen Banda ſogleich hinzurichten. Man traf alſo die Anſtalten dazu; als man aber in ſeinen Kerker trat, war er bereits verſchieden. Banda wurde in der Stille begraben, und das Grab ſchloß ſich uͤber einem hartberzigen, grau⸗ ſamen Mann, deſſen ganzes Leben ein Blut⸗ vergießen und Morden geweſen war; keine Thraͤne

wurde ihm nachgeweint; niemand betrauerte ſei⸗

nen Verluſt. Nach Banda's Tod erſchienen die Sikh's lange nicht mehr im Feld; ſie waͤhlten keinen Glaubensfuͤhrer mehr, ſondern ihre Feld⸗ herrn wurden in ihrer Verſammlung gewaͤhlt, die ihr Guru Mata oder Nationa!⸗Rath hieß.

Die Verbindung Zorawer's mit Amina, und Noor Zuman's mit Goolab, fand kurz nach dem Tode Banda's, unter lauten, ununterbrochenen Feſten ſtatt. Die Mahomedaner blieben fort⸗ waͤhrend Sieger uͤber die Sikh's, und werden es gefaͤllt es Allahß immer bleiben. Ibre beſtaͤndigen Triumphe verliehen dem ſiegreichen, welterobernden Kaiſer dieſes edlen Volkes neuen Glanz.