86 ſters gekannt haben, um beurtheilen zu koͤnnen, wie dieſer Gruß aus der Ferne auf ihn wirkte. Im Sommer dieſes Jahres kam Spontini, nach Berlin gerufen, dort an. Auch dieſen Componi⸗ ſten achtete Hoffmann im hoͤchſten Grade. Er fand ſich veranlaßt, ihn in der Zeitung mit einem Will⸗ kommen zu begruͤßen, ein Schritt, der ihm, wie manche andere ſpaͤtere Annaͤherung an den intereſ⸗ ſanten Mann, vielſeitig verargt worden iſt, weil
man darin eine, ſeiner unwuͤrdige Kriecherei zu⸗
finden meinte. Von keinem Fehler war er aber wohl mehr entfernt, als von dieſem. Leicht kann es ſeyn, daß die große Auszeichnung, die Spon⸗ tini ihm, als einem der gewandteſten Schriftſtel⸗ ler, dem er alſo mit Recht einen Einfluß auf die oͤffentliche Meinung zutrauen durfte, bewies, ſei⸗ ner Eitelkeit ſchmeichelte, und ihn auch geneigt machte, die Ueberſetzung des urſpruͤnglich franzoͤ⸗ ſiſchen Textes der Olympia— eine Arbeit, die ſonſt nicht ganz paſſend fuͤr ihn war— zu uͤber⸗ nehmen; aber es iſt in die Augen fallend, wie verſchieden dieß Motiv, ſelbſt wenn man es vor⸗
mit ſo ausgezeichneten Eigenſchaften begabten
Manne Ihresgleichen, mir ſehr wohl thut. Ich
wuͤnſche Ihnen alles Schoͤne und Gute, und bin Ew. Wohlgeboren 4 mit Hochachtung ergebenſter Beethoven.“


