68 ſchen Figur gab; ſo ging es noch an mit ihm; fehlte es aber an alle dem, und hielt ſich das Ganze in den Gränzen der gewöhnlichen Mittel⸗ mäͤßigkeit, von der die Meiſten eben meinen: je ne demande pas mieux, ſo war es mit ſeiner Laune nicht auszuhalten. Hier erſchien denn auch der Mangel an geſelliger Gutmüthigkeit, von welchem oben geſprochen worden, im vollſten Lichte. War einmal durch das Alltägliche der Dämon der Lan⸗ geweile— für ihn die furchtbarſte der Plagen— in ihm erwacht, ſo bemeiſterte ſich ſeiner, ohne alle Uebertreibung geſprochen, eine wahre Wuth, die characteriſtiſch in ſeinen Geſichtsmuskeln ſpielte, und die er, wenn er nicht die Gelegenheit fand, ihr in der Geſellſchaft noch Luft zu machen, ent⸗ weder durch einige gallbittere Sarkasmen, oder durch Aeußerungen, die er wie Wahnwitz geſtaltete, um verlegene Geſichter um ſich her zu ſehen, auch ſelbſt dann nicht verläugnen konnte, wenn er ſchon wieder heimgekehrt war, wo er in ſein Tagebuch niederzuſchreiben pflegte:„ſchändlich ennuyirt.« u. dergl.; ja, die ihn oft nach mehreren Tagen noch erfaßte, wenn er ſeinen Freunden die ausge⸗ ſtandene Qual ſchilderte. Einmal auf dieſem Wege konnte er nicht zurückgebracht werden, mochten Wirth und Wirthin, oder Gäſte mit feinem Blick aus dem beſten Herzen Alles aufbieten, ihn umzu⸗ ſtimmen; vielmehr reizte jeder Verſuch, ihn in die
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