65 ten für Geld mit Leichtigkeit finden kann; oder zu einem laulichen Hin⸗ und Herreden über Theater, neue ſchöne Literatur u. dergl.; public Ppirit fehlt in Berlin in der angeblich beſſern Societät gänzlich, daher gedeih't dort kein tieferes Geſpräch über An⸗ gelegenheiten der Welt oder des Vaterlandes, wo⸗ gegen freilich alles Perſönliche, als in das Gebiet der Männerklätſcherei gehörig, ſeine Stelle findet. Kommt nun ein Fremder an, den man in die be⸗ ſchriebenen Kreiſe zieh't, ſo iſt er entweder intereſ⸗ ſant, oder nicht; iſt er es, ſo kann er Künſte ma⸗ chen, ſpielen, ſingen, dichten, und dann wird er eingeladen, um ſich hören und ſehen zu laſſen; iſt er es nicht, ſo ſoll er da ſeyn, um zu hören und zu ſehen, und in der Stadt zu erzählen, daß er, da und dort, den und den, gehört und geſeh'n, damit nicht verborgen bleibe, daß auch der und der, den und den, bei ſich gehabt habe.
Hoffmann ſchien nun für Zirkel dieſer Gattung ein unerhörter Fund. Was konnte der Mann nicht Alles!— Bücher ſchreiben, die ganz Deutſchland von ſich reden machten, auf dem Pianoforte fanta⸗ ſiren, Opern componiren, Karikaturen zeichnen, Witz ſprudeln, wie er den Mund öffnete; der Ruf war ihm vorangegangen, und mit Recht erwartete man nun von ihm, daß er, dankbar für die güti⸗ gen Einladungen, erſt der Geſellſchaft ein noch un⸗ gedruͤcktes Manuſcript vorleſen, dann die Tochter
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