Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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59 ſeinen Platz vollſtändig ausfüllen, und die Feder, der die Fantaſieſtücke in Callots Manier entfloſſen, die regelrechteſten Relationen ſchreiben könne, und doch mußte ſelbſt der Neid zugeſteh'n, daß ſeine ju⸗ riſtiſchen Arbeiten auch nicht eine Spur der ſchön⸗ geiſteriſchen Halbbildung an ſich trugen, die Schwäch⸗ linge ſo gern überall durchblicken laſſen, um zu zeigen, daß ſie höher ſtehen, als Andere; ſondern daß ſie vielmehr, wie Alles wahrhaft Gediegene, ganz einfach und ſchmucklos auftraten.*)

*) Nur in einzelnen Gattungen ſeiner criminali⸗ ſtiſchen Arbeiten, mag Hoffmann vielleicht der Vorwurf treffen, von ſeiner Individualitaͤt auf 1 Irrwege geleitet worden zu ſeyn, z. B. in Sachen, wo es auf einen Beweis durch kuͤnſt⸗ lich ineinandergreifende Anzeigen von Verbre⸗ chen, oder auf Beurtheilung zweifelhafter Ge⸗

muͤthszuſtaͤnde, ankam. Dort gefiel er ſich hin und wieder in Combinationen, die mehr von Scharfſinn, und zugleich von Fantaſie, als von ruhiger Ueberlegung, zeigten; hier, in Er⸗ oͤrterungen, die nur in das Gebiet der pſychi⸗ ſchen Arzneikunſt, und nicht in das der Rechts⸗ wiſſenſchaft gehoͤrten. Seine Darſtellungen der Thatſachen waren aber immer untadelich, und von einer nicht genug zu lobenden Praͤciſion.