Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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57 einen Zeitraum von 6 Monaten, als Hülfs⸗Arbei⸗ ter bei'm Kammer⸗Gericht einzutreten, und beide Freunde die eine gewiſſe Scheu einander wechſelſei⸗ tig als wankelmüthig zu erſcheinen verhindert hatte, ſich früher von der veränderten Richtung ihrer äuſ⸗ ſeren Verhältniſſe in Kenntniß zu ſetzen, ſahen ſich nun nach acht Erfahrungsſchweren Jahren am Ge⸗ richtsſitzungstiſche, einander wieder als Collegen ge⸗ genüber ſitzen, wie ehedem in Warſchau. Das dieß ſie noch enger an einander knüpfen mußte, liegt in der Natur der Sache, und wirklich lebte Hoffmann in der erſten Zeit ſeines jetzigen Aufenthalt's in Berlin, nur für den engſten Kreis ſeines alten Freundes. Zu dieſem gehörten Fouqué, Chamiſſo, der nachmalige Weltumſegler, Comteßa, der Dich⸗ ter des Räthſels u. ſ. w., und alle dieſe gaben ſich Hoffmann mit der Liebe hin, die er damals im vollſten Maaße verdiente. Er war durch die man⸗ nigfaltigen Leiden der vergangenen Jahre milder geworden, als je, in hohem Grade beſcheiden, mit⸗ theilend, und von einer Gemüthlichkeit, daß die Kinder Hitzig's ſich des neu angekommenen Freun⸗ des ihres Vaters nicht genug erfreuen konnten. So lebten ſie z. B. damals gerade in der Hoffnung, ihren Liebling, Undine, mit leiblichen Augen auf der Bühne zu ſehen, und Hoffmann, um ihnen ei⸗ nen Vorſchmack von dieſer Seeligkeit zu geben, mahlte ihnen zum Weihnachts⸗Abend mit der größ⸗