37 „beendigen; denn waͤhrend derſelben kam die Nach⸗ „richt, daß Thore und Schlaͤge geſperrt ſind, weil „die Ruſſen und Preußen ganz in der Raͤhe ſtehen. „Polniſche Offiziere, die des Morgens in einem »Kaffeehauſe, dicht vor dem Freyberger Thore, „Billard ſpielten, wurden von Koſacken uͤberfallen, „und gefangen abgefuͤhrt. Gegen Abend wurde es »ruhiger, und Iphigenia wurde wirklich gegeben.— »Uebrigens zog ich in aller Eil vom Sande hin⸗ „ein auf die Moritzſtraße.“
„23. Groͤßere Unruhe als geſtern. Man hoͤrt „ganz in der Naͤhe Kanonendonner, und vor dem „Sandthor ganz deutlich das Tiralleurfeuer. Auf „den Straßen ſieht man Verwundete, noch unver⸗ „bunden, blutig zuruͤckkommen. Zum Theil werden „ſie auf Schubkarren hereingebracht; in dieſer Art sbegegnete ich auf der Seegaſſe einem Offizier, dem ‚beide Augen ausgeſchoſſen waren.“
„24. Die Unruhe ſteigt; Kanonen, Pulverwa⸗ yygen werden im Galopp zu den Thoren hinaus⸗ „gefuͤhrt, immerwaͤhrendes Schießen; das ſchwarze »Thor war offen, und ich eilte nach dem Linb'ſchen „»Bade, wo man die franzoſiſchen und feindlichen „Batterien, von Pirna, ganz deutlich arbeiten ſe⸗ „hen konnte.— Abends wurde in der Stadt, vom „Walle bei dem Theater, Victoria geſchoſſen, des „Sieges bei Loͤwenberg wegen, den auch ein oͤffent⸗
Hoffmann's erzaͤhl. Schriften. XII. Bd. 2 a
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