„und Kreuzſchülern gar rein und feſt geſungen, „und, daß das Orcheſter ſehr brav iſt, können Sie „wohl denken, wiewohl mir, was inſonderheit die „Violinen betrifft, das Leipziger Orcheſter beſſer ge⸗ „fällt. In Leipzig giebt es aber auch bei der erſten „Violine die gefeierten Namen: Campagnoli, Mat⸗ „thäi, Lange ꝛc. Wir wechſeln mit den Italienern, „die zweimal ſpielen, ab, und nur dann und wann „läßt der Kaiſer von ſeinen Schauſpielern,— Tal⸗ „ma, die Georges ꝛc. ſind hier,— für ſich und „die eingeladenen Zuſchauer eine Vorſtellung geben. „Bei den Italienern haben wir, ſo wie ſie bei uns „freien Zutritt, und bei den Franzoſen öffnet ſich »auch dem artiste allemand die Theaterthüre.— „Ich habe die Phädra und den Barbier von Se⸗ „villa geſehen;— um mich darüber auszuſprechen, „müßte ich den Brief zur Broſchüre, und Ihnen „Langeweile machen; nur ſo viel, daß im Barbier „von Sevilla der Kaiſer oft, und recht innig, ge⸗ „lacht hat. Unſere Vorſtellungen werden mehr be⸗ „ſucht, wie die der Italiener, welches darin liegt, „daß dieſe mit vier, höchſtens fünf, Opern beſtän⸗ „dig wechſeln, und wir immer Neues auftiſchen. »Das richtige Urtheil des franzöſtſchen und italie⸗ »niſchen Publikums iſt, daß bei den Italienern im „Einzelnen beſſer geſungen würde, bei uns hingegen „Chöre und Enſembles, worauf die Italiener we⸗ „niger Fleiß verwenden, beſſer gingen. Wir leben
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