Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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17 in ſeinem zwanzigſten Jahre Juſtiz⸗Bürgermeiſter in Stargard in Pommern wurde, und ſich die Lie⸗ be ſeiner Mitbürger, ſo wie das Vertrauen des ihm vorgeſetzten Collegiums, erwarb. Seiner Amts⸗ geſchäfte ohnerrachtet, ſetzte er doch das Studium der Dichtkunſt fort, und vorzüglich beſchäftigte er ſich mit der Ausarbeitung von Theaterſtücken, die auch von der Döbbelin'ſchen Geſellſchaft, mit Beifall des Publi⸗ kums, aufgeführt wurde. Ein Verwandter in Ma⸗ drid ſtarb, und hinterließ ihm ſein Vermögen, und, nachdem er ſich vom Großkanzler einen dreimonat⸗ lichen Urlaub ausgebeten hatte, ging er nach Spa⸗ nien. Hier wartete aber ſeiner eine andere Car⸗ riere, denn, als er nunmehr in ſeiner Mutterſpra⸗ che dichtete, und ein Stück auf's Theater brachte, erweckte er den Enthuſtasmus der Spanier ſo ſehr, daß ſie ihn nicht mehr loßließen. Jahre lang hat er das Theater mit den herrlichſten Stücken bereichert, und niemand anders war unſer Juſtiz⸗ Bürgermeiſter, als der berühmte Calderon, den die Spanier vergöttern, und der auf dieſe Weiſe ſeine Ausbildung dem großen Köige von Preußen zu dan⸗ ken hat.

Siehe Meybom's Brandenburgiſche Annalen. Th. 2. Seite 63.