Teil eines Werkes 
4. Bdchen (1831)
Entstehung
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15 Theater, aber hier dürfte es ſeinen Effekt nicht ver⸗ fehlen. Selbſt auf der kleineren Bühne in Bam⸗ berg, wirkte, unerachtet des beſchränkten Raumes, die entſtehende und verſchwindende Brücke, die Er⸗ ſcheinung des rieſenhaften Fierabras in dem Kaſtell, das auf dem ungeheuern Kopf eines bronzenen Zwer⸗ ges aus dem Waſſer hervorragt, und den Schluß der Brücke macht, impoſant, und dürfte im Groſ⸗ ſen nachgeahmt zu werden verdienen.

Die Bahn iſt nun eiumal gebrochen, und es wäre ein verſtocktes Beharren bei dem gewöhnlichen Thea⸗ terſchlendrian, wenn mehrere Bühnen ſich nicht ent⸗

ſchließen ſollten, den in Bamberg mit glücklichem Erfolg gemachten Verſuch zu wiederholen. Jedes kleinere Theater, dem auch nicht auſſerordentliche Kräfte zu Gebote ſtehen, wird die Andacht zum Kreuz mit Glück ausführen können, ſo bald es nur dahin gebracht wird, daß die Schauſpieler ihre Rol⸗ len nicht converſationsmäßig, ſondern mit Verſtand Gemüth und Beachtung des rythmiſchen Verhalt's, ſprechen; daß die ganze Darſtellung ineinander greift, und daß der äußere Schmuck des Stücks anſtändig und ſinnig angeordnet iſt. Der ſtandhafte Prinz iſt für das Perſonal offenbar jeine ſchwerere Auf⸗ gabe, und die Brücke von Mantible erfordert ein Publikum, dem die höhere Ausbildung, die Aneig⸗ nung des romantiſchen Geſchmacks, ein Auffaſſen des Geiſtes der Chevalerie das erſetzt, was, bei den b