Teil eines Werkes 
2. Theil (1823)
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247 deln. Wie oft mußten ſie einzeln in der Nacht die Vertheidigungswerke der weit⸗ läuftigen Stadt durchſtreifen! Wie oft thaten ſie dies ungeſehen, und wie oft ſtießen ſie auf Menſchen, von denen ſie 8 nicht ohne Grund vermuthen mußten, daß ſie ihre Moͤrder ſeyn wuͤrden? Bewaffnet waren beide Freunde immer, indeß was ſchuͤtzen Waffen gegen Meuchelmord?— Immer glaubten ſie, wenn ihr Beruf ſie trennte, ſie ſaͤhen ſich zum letzten Male.

Allein Beide waren zu einem edlern Tode— beſtimmt. Sie ſollten nicht durch Bandi⸗ ten fallen; ruͤhmlicher ſollten ſie enden;

ſo hatte es das Schickſal beſtimmt.

Es war der zweite Pfingſttag; mit ungewoͤhnlicher Schwuͤle und druͤckender Hitze brach er an; fern uͤber das Meer ber waͤlzten ſich ſchwarze Gewitterwolken.

Von weitem ſchon hoͤrte man dumpf den Donner und der dunkle Teppich wurde von leuchtenden Blitzen durchſchnitten. Die