8
genwart und auf ſeinen kalten ruhigen Muth zu rechnen, befugt war. Ich machte den Abt aufmerkſam darauf,
wie gut es ſeyn koͤnne, wenn wir je⸗
mand, haͤtten, der ſich im graͤflichen Schloſſe aufhielte, und uns, wenn die
Graͤfin und Eliſa dort waͤren, von al⸗
lem Nachricht gaͤbe. Ich bat, ihn ir⸗
gend jemand vorzuſchlagen. Er fiel gleich auf Pietro. Ich ſchuͤttelte mit
dem Kopfe, ich gab zu verſtehen, daß
er freilich ehrlich und uns ſehr ergeben
ſey; daß es ihm aber zu ſehr an
Erfahrung und Menſchenkenntniß man⸗
gele, als daß wir nicht befurchten muͤß⸗ ten, er wuͤrde ſich und uns verrathen, und vielleicht, bei dem blutduͤrſtigen, ra⸗
Gevollen Ch haracter des Marcheſe, ſelbſt ein Opfer werden. Zu meinem inni⸗
gen Vergnuͤgen merkte ich bald, daß
der Abt ganz anderer Meinung war,


