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„Du willſt gehen?“ ſagte er bebend und im Tone ſeiner tiefſten Liebesſchmerzen.—:
„Ich muß, denn ich ging heimlich; auch war⸗ tet der Knabe auf die Mutterbruſt.—
9 Zuͤrnſt Du mir icht⸗ fragte er noch einmal.
„Bei der Gnade des Allmaͤchtigen, beim Er⸗ barmen des Erloͤſers! ich zuͤrnte Dir nie, zuͤrne Dir nie— Doch leb' wohl! es wird Tag und mein Weg iſt weit.“—
„Du willſt allein und fuͤrchteſt Dich nicht?”“—
„Sch gehe mit Gott, ich gehe, die Mutter, zu meinem Saͤuglinge!“
Er druͤckte ihr einen Kuß auf den Mund mit aller Glut ſeiner ehemaligen Liebe; er lis⸗ pelte:„Gruͤß mir meinen Sohn— und betet Beide fuͤr mich!“— Die Stimme brach ihm, er konnte nicht weiter.—
Sie ſah ihm noch einmal lange und ſtarr in die Augen, als waͤr' es der letzte Blick, der Abſchiedsblick fuͤr eine Ewigkeit. Dann riß ſie ich los.— Ihr Gewand flatterte in der kalten genluft.— Er ſtarrte ihr lange noch nach, ihn packte ein grimmiger Froſt und er ſchlug


