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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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Sey wohl auf der Hut, daß dich der Mauren Keiner dann in Furcht und Schwachheit ſehe. Wenn man diſſeits über meinem Leichnam Ruhepſalmen ſingt, ſo rufe jenſeits

Man zu Waffen, daß mein Tod den Feinden Neuen Muth nicht und den Sieg nicht gebe.

In der Rechte laß mir die Tizona Auch in meiner Gruft, daß ſie kein andrer, Kein Unwürd'ger führe. Will es Gott ſo, Und du ſiehſt Babiega aus dem Schlachtfeld Ohne mich heimkehren; öffn' ihm freundlich Gleich die Pforte; ſtreichle ihn, Rimene; Wer dem Herrn ſo treu, wie er, gedient hat, Iſt auch Lohns werth nach des Herren Tode.

Hilf, Rimene, hilf mir in die Waffen; Sieh dort blinket ſchon die Morgenröthe; Und es geht auf Leben oder Tod jetzt.

Gib mir, Liebe, gib mir deinen Segen; Und was ich erworben, ſey der Himmer Gnädig deiner Kraft, es zu erhalten.

Ausgeſprochen dieſe Wonte, Schwang er mühſam ſich vom Eckſtein Auf ſein gutes Pferd Babiega; Das ſah ſeinen Herren traurig, Traurig hing es ſeinen Kopf.

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Matt von Kriegen, matt von Kämpfen Lag der Eid auf ſeinem Lager, 3 Denkend an die nahe Zukunft,

An Gefahren der Eimene, Als er neben ſich am Bette Leuchten ſahe welchen Glanz!