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Der Cid : nach spanischen Romanzen / besungen durch J. G. von Herder. Mit einer historischen Einleitung durch Johann von Müller
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Von dem Cid.

Nach den Quellen.

Don Rodrigo, in vertrauter Sprache Ruy, Diego's Sohn, Diaz des Sohns Layn, aus hoch⸗ verehrtem Stamm der erſten Volksrichter und Gra⸗ fen des alten Caſtlliens, gebuͤrtig von Vivar, zwei Stunden von Burgos,(es⸗Sayd, mein Herr), el mio Cid zuerſt von dankbar gemachten Fein⸗ den, Campeador(Kampfheld ohne gleichen) von ſeinem Koͤnig und Volk genannt, iſt einer der ſehr Wenigen, welchen ſo gut wurde, ohne Trug noch Verbrechen oder zufaͤlliges Gluͤck, bei ihrem Leben den Koͤnigen gleich, und nachmals Jahrhunderte lang der Stolz ihrer Nation zu ſeyn. Ueber die Art und Weiſe iſt von vielen, welche Spur ſeiner Ver⸗ haͤltniſſe oder Thaten bekommen, wunderſam gedich⸗ tet worden: hiedurch wurde die Wahrheit faſt un⸗ kenntlich, aber auch die Gerechtigkeit gegen unſere Natur verletzt, als waͤre ohne uͤbernatuͤrliche Ein⸗

wirkung unmoͤglich ein edler Mann zu ſeyn. Doch letz⸗