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Als Lager und Feld eine Todtenſtaͤtte waren, auf der Haſſan wild umherblickte, ſenkte ſich eine ſchwarze Wolke vom Himmel nieder; Iſrael, der wahre Engel des Todes, ſtand vor ihm mit dem flammenden Schwert. Du haſt meinen Namen ge⸗ mißbraucht, Elender, und mein Amt unberufen ver⸗ waltet. Empfange den Lohn.“ Er beruͤhrte ihn mit dem flammenden Schwert, und Haſſan, voll der empfindlichſten Schmerzen, brannte zu einem Haufen ſtinkender Aſche hinunter.„Du, Sammiel, ſprach der Engel des Todes, was haſt du unter Menſchen? Entweich in die Wuͤſte.“
So traurig endete die Geſchichte auf dieſem Helden⸗ und Siegesfelde; dagegen trat der bele⸗ hende Genius der Luͤfte in Geſtalt eines bluͤhenden Juͤnglings zum erſchrockenen Sultan und ſeiner traurenden Tochter ein.„Traure nicht, Narzane, faſſe dich, Koͤnig; eines Unwuͤrdigen ſeyd ihr los, der meine Geſchenke nicht zu brauchen wußte. Auch eurer treuloſen Diener ſeyd ihr los; ſie liegen auf dem Felde. Vermaͤhle dich, Tochter, mit einem Edlen, der deiner Gemuͤthsart gleich ſey. Am Hochzeittage will ich dir erſcheinen, und du, guter Sultan, ſollſt in Gluͤᷣck und Friedé regleren. An Haſſan machte ich eine ungluͤckliche Probe, die euch zu erſtatten meine Pflicht iſt.“ Hiemit beruͤhrte er der Nika Inſtrument, die Laute; ſie erklang; auf dem lieblichſten Klang ihrer Saiten ſchwebte er langſam davon. Begeiſtert ergriff Narzane die Laute und ſang:


