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Johann Gottfried von Herder's Blumenlese aus morgenländischen Dichtern / Johann Gottfried von Herder. Herausgegeben von Johann von Müller
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laͤcherlich, was man hin und wieder gar nicht ver⸗ ſtand; und indem man den ſchoͤnen glaͤnzenden Staub auf dem Fluͤgel des Schmetterlings mit gro⸗

ben Haͤnden angreifen, ja gar zerſaͤgen und zer⸗

theilen wollte, freilich ſo ging der Schmetterling und ſein Fluͤgel verloren, und man beſudelte ſich

nur die Haͤnde.

Die die Geſchichte dieſes Volks und ſeiner Be⸗ handlung kennen, werden auch literariſch hieruͤber keine Beweiſe verlangen; eine Reihe Buͤcher, zum Theil ſehr neuer Buͤcher, ſind davon redende Be⸗ welſe.

Doch warum dieß alles an dieſem Orte? Ich wollte hier nur eine kleine Probe vom dichteriſchen Witz und Scharfſinn, oder, wenn man will, von

der Mythologie der Ebraͤer geben, meiſtens

nur nach Maßgabe ihrer aͤlteſten Geſchichte. Der Reichthum derſelben, die ganze Bibel hinunter und an andern Orten, iſt groß, aber ſehr ungleich. Es thaͤte mir leid, wenn niemand etwas Scharfſinnk⸗ ges, etwas Geiſtiges und Feines in dieſen Dich⸗ tungen faͤnde; ſehr lieb aber waͤre mirs, wenn ich einen Weiſen, einen Gelehrten der Nation ſelbſt veranlaßte, die Perlen aus dem Grunde des Meers, die Goldkoͤrner aus dem ſchlechten Staube, hervor⸗ zuziehen, und uns reichere, ſchoͤnere Sammlungen zu geben, wie Hr. Mendelſohn theils mit eini⸗ gen Gedichten und Fabeln, theils mit einigen Spruͤchen und Geſchichten der Weiſen ſeines Volks