Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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chen hat, um ſeinen Glauben abzuſchwoͤren, unſern großen Propheten zu verlaͤugnen und ſich zu den ver⸗ worfnen Irraeliten zu geſellen. Ihr muͤßt es ſeyn! Biſt Du es? Ja, Du mußt es ſeyn.

Es giebt der Art, die Ihr beſchreibt, niemand unter uns Ich bin kein Muhammedaner.

Woher denn dieſes Tuͤrkiſche Gewand?:

Ein Reiſeanzug bloß.

Alſo Verkleidung?

Keinesweges.

Als er dies ſprach, warf er ſeinen Turban weg, und dichte, dunkelbraune Locken fielen auf ſeine Schultern herab. Er ſtand vor Aller Augen als ein Chriſt da. Und jetzt erkannte ich in ihm den jungen Deutſchen, mit dem ich eine ſo ſchmerzliche Unter⸗ redung nach dem Gaſtmahle bei dem Liſſabonner Kauf⸗ mann gehabt hatte. Mit inniger Theilnahme, aber huͤlfeberaubter Angſt, beugte ich mich naͤher in den Saal.

Der Mollah hielt ſeine Schnur mit den Gebet⸗ kuͤgelchen in die Hoͤhe und rief dem Aga uͤberlaut zu, daß das Vergehen an dem Glauben des Propheten nur entweder durch ein augenblickliches Bekennen zu demſelben, oder den Tod gebuͤßt werden koͤnne.

Hoͤrſt Du es⸗? ſagte der Aga.So erhebe denn jetzt deine Stimme, und rufe voll Freude laut aus: es giebt keinen Gott als Gott, und Muham⸗ med iſt ſein Prophet.

Der Deutſche ſtand einen Augenblick ſchweigend, mit empor gerichteten Augen. Seine Gedanken ſchie⸗

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