Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Niederwerfen, und dann wieder das gluͤckſelige Ge⸗ fuͤhl ſeines Looſes, als des erwaͤhlten Volks, ſein lau⸗ tes Dankgebet fuͤr die ihm gewordene Geſetzgebung, und ſein flehendes Seufzen um Wiederherſtellung des Tempels.

Man ſah hier einen Juden, den nur Unverſtand bemitleiden konnte, und uͤber den man nicht zu la⸗ chen vermochte. Ich erinnere mich unter andern eines Auftritts aus dieſer Zeit, an den ich noch heute nicht ohne achtungsvolle Verwunderung denken kann.

Eines Abends war in dem Saale meines Wirths, der nach dem Garten zu ging, eine Verſammlung mehrerer Aelteſten ſeines Stammes, deren Anzahl ſich wohl auf zwoͤlf oder mehrere belaufen mochte. Sie waren alle bejahrt, aber in Geſichtszuͤgen ſo verſchie⸗ den, wie der Charakter der verſchiedenen Nationen, denen ſie angehoͤrten, es nur veranlaſſen konnte. Nicht alle ſahen traurig oder ſorgenvoll aus, nur drei dar⸗ unter ſchienen Kummer in dem Herzen zu tragen. Einer davon war mein Wirth, und der Andere ein juͤngerer Mann als er, mit bleichen Wangen, tief⸗ liegenden Augen und einem verworrnen ſchwarzen Barte. Endlich auch noch ein ſehr alter Mann, der fruͤher ſchoͤn geweſen ſeyn mußte, mit lichtgrauen, glanzloſen Augen, blaſſem Anſehn, und weiſſen lan⸗ gen Haaren am faltenreichen Kinn.

So ſaßen ſie und ſprachen mit einander, und duͤ⸗ ſtere Lampen hingen uͤber ihnen, als jetzt ein Rabbi mit einem Fremden eintrat. Ein Mann von mitt⸗