Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
Entstehung
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verſprach, wenn mein Löͤſegeld bezahlt wuͤrde, mich frei zu geben, und daß auch alle die, welche mit mir gefangen worden, befreit werden ſollten, wenn ich fuͤr ſie bezahlen wollte, was ich denn zugeſtand. Nun kam der verſchmitzt ausſehende Dolmetſch zu mir, und wies mir einen von den uͤbrigen Gefangnen ab⸗ geſonderten Platz und Teppich an, gab mir auch Kaffee und Brot und kauerte ſich wie ein Aufpaſſer mir zur Seite. Waͤhrend dieſes ganzen Tages konnte ich nicht allein ſeyn, nicht ruhen. Man ließ mich nicht uͤber meine Lage nachdenken, ich war aber, noch an eben dem Tage, Zeuge einer ſonderbaren Szene des Tuͤrkiſchen Deſpotismus. Es entſtand naͤmlich ein ploͤtzlicher Aufruhr und lautes Geſchrei und Alle ſpran⸗ gen auf, und ſchleppten den Renegaten herbei. Dieſer hatte, wie es ſchien, den ſchwarzen Koch geſchlagen, das Eſſen umgeworfen und den Steuer⸗ mann beleidigt. Alles war ploͤtzlich ſtill, als die bei⸗ den Anklaͤger ihre Klage vorbrachten, der Gefangne fing an etwas hervormurmeln zu wollen, aber das Stillſchweigen Aller aͤngſtigte ihn, und er ward furcht⸗ ſam, und das wilde Auge blickte bang. Der Rais blies den Rauch ſeiner Pfeife ruhig und langſam vor ſich hin, und die lange Roͤhre guͤrgelte laut. Dann trat ein ſtummes Laͤcheln auf ſein Geſicht, und er machte eine Bewegung mit der Hand, und man band des Gefangnen Arme hinten zuſammen, und zwang ihn zu einer knieenden Stellung. Nun trat ein großer Mohr vor, mit weißen rollenden Augen