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Theagenes und Charikleia : ein Roman / aus dem Griech. des Heliodoros, übers. von Karl Wilhelm Göttling
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VII Spaniers zu denken, wie neuerdings ge⸗ ſchehen, abgeſchmackt waͤre.

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Dem franzoͤſiſchen Dichter gab in ſeiner Jugend ein Zufall den griechiſchen Roman in die Haͤnde, den er ganz verſchlang, wie ſein Sohn von ihm berichtet. Er machte ſich ſo viel mit dem Heiden zu ſchaffen, daß ſein Lehrer Claude Lanzelot dem Buche das Schickſal wirklich angedeihen ließ, welchem ſich Heliodor ſelbſt mit Aufopferung eines Bisthums ſiegreich entgegengeſetzt hatte. Es ward den Flammen üuͤberliefert. Einem neuen Exemplar ging es nicht beſſer, bis Racine aus einem dritten den Roman woͤrt⸗ lich auswendig lernte und es dann dem eifrigen Lehrer mit den Worten brachte: da, nun koͤnnt ihr das dritte auch verbren⸗ nen!« Erklaͤrlich iſt, wie Racine bei dieſer Liebe zu Heliodor ſein erſtes, uns verlorenes Schauſpiel, Theagenes und Charikleia, nach ihm hat dichten koͤnnen, obgleich fuͤr ein