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Beſuch auf Schwarzenhof und hatten gerade dieſen auch für die Wendung ihres beiderſeitigen Schickſals ſo erinnerungsreichen Jahrestag zur Ankunft, zum erſten Wiederſehen erkoren. Gegen Abend waren beide Paare auf dem Kirchhof geweſen. Dann führte Eduard den Freund in den Höfen, Ställen, Wirthſchaftsg ebäu⸗ den umher, und Thereſe bereitete den Thee in der großen Veranda.
Eben trat Frau von Darfeld zu ihr hinaus.
„Endlich!“ ſagte ſie und zog die ſchöne Beſchützte von ſonſt an ihr Herz.„Endlich allein mit Ihnen! Nicht um uns wechſelſeitig Vorwürfe zu machen, daß unſere Correſpondenz ſeit Jahren ſo ſpärlich geworden. Das geſchieht ja immer, wo, wie bei uns, der glückliche Fall eintritt, daß Frauen in ihren Männern ein volles Genüge finden. Nein, es drängt mich, Ihnen einmal wieder allein in die lieben Augen und durch deren Spiegel bis auf den Grund der Seele zu blicken. Immer noch lieblich, demüthig! Sehen ſie dort den Pavillon! Wie haben ſie ſich damals in ihm geäng⸗ ſtigt! Habe ich Unrecht gehabt, Ihren Mangel an Selbſtvertrauen, Ihren Wahn von Unzulänglichkeit für eine Welt zu bekämpfen, vor der ſie ſich fürchteten, weil ſie Ihnen fremd war? Sie kennen ſie jetzt! Hat Ihnen Ihr Vorhaben, in Liebe zu dienen, nicht alle Tugenden zugeführt, die Sie bedürfen?“
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