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wunden Fleck bloßzulegen, des Hausfreundes Wunderlich⸗ keit war aber dann immer hervorgetreten und hatte ihn zu ſchroffer Abwehr, oft zu wochenlanger Vereinſamung geführt. Bei mancherlei Vorkommniſſen mit dem Kinde hat er ſich wohl den Ausdruck entſchlüpfen laſſen: „Das iſt wieder apart!“, oder: ‚Das kommt von der Frau Mutter!⸗
Ich kann nicht ſagen, daß ich mich phariſäiſch überhoben hätte, aber ich fühlte mich abgefunden mit dem Manne, für den mein altes Herz noch einmal wie in Jugendflammen emporgelodert war. Frei wie⸗ der aufathmend, wie von einer Laſt befreit, ſtellte ich unter ſtiller Fürbitte das Richten über uns dem anheim, deſſen Barmherzigkeit mir ſtatt der Tochter die Enkelin zugeführt hatte. Wie durch ein Wunder fühlte ich auch meine durch die Vorgänge der Nacht und des Tages überreizte, bis zu Ohnmachten hinfällig gewordene Körperkraft in voller Friſche wieder. Wäh⸗ rend des Verlobungsjubels im Garten überſchaute ich meine Vergangenheit ſchon wieder objectiv, überlegte, ob und wie viel von ihr Euch mitzutheilen ſei. Nach kurzem Schwanken entſchied ich mich für Verſchweigen bis nach meinem Tode.
Schwendler rieth zum Gegentheil und behauptete, ich würde außer Stande ſein, dieſen Vorſatz durchzuführen. Als ich beharrlich blieb, gelobte auch er zu ſchweigen


