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Die Herrin von Schwarzenhof : Roman / von Albrecht Heinz
Entstehung
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wieder frei. Auch für alle Zukunft hin werden ſie der Möglichkeit eines unbequemen Zeugen ihrer einſtigen Verbindung mit mir überhoben ſein.

Unter welchen Seelenfoltern ich endlich dahin ge⸗ langte, wieder Freude am Leben zu finden, nachdem ich das hatte erfahren müſſen, male Dir ſelbſt aus, mein lieber Eduard! Zunächſt war es meine Mutter, in welcher ich am Wohl und Wehe Anderer wieder Theil nahm.

In ewiger Flut und Ebbe von Hoffen und Fürchten, daß unſer Familiengeheimniß bewahrt blei⸗ ben, daß es verrathen werden könne, trachtete ſie vor allem darnach, mich zu überzeugen, daß mindeſtens mein Bruder glücklich bleiben, in ungetrübtem Bewußt⸗ ſein der Makelloſigkeit unſeres Namens erhalten werden müſſe. ‚Von Thielooſen, dem Manne trotzigſter Con⸗ ſequenz, den bisher keine unſerer Nachforſchungen er⸗ reicht hat', ſo ſagte ſie mir oft, ‚iſt nichts zu fürchten. Er wird uns nie mehr, weder durch ſich, noch durch das Kind behelligen, und daß er, wie er verheißen, Deiner und ſeiner Tochter die treueſte Fürſorge widmen wird, dafür bürgt ſein Charakter. So ſei denn beruhigt nach dieſer Richtung hin und finde Dich darein. Wozu Georg in das Geheimuiß ziehen? Gleich uns würde er dem einmal eingetretenen Unglück hülflos gegenüber ſtehen, würde uns beide als Urheber einer auch über