dem er lange ſtumm geſeſſen,„meines Blei⸗ bens iſt hier nicht laͤnger mehr! Ich habe das Meinige redlich gethan und ich finde ſchon in Eurer Rettung meinen ſchoͤnſten Lohn. Ich gehe nach Deutſchland; dort kennt man mich nicht— vielleicht, daß ich ungeſtoͤrt meine Tage beſchließen kann.“
Er ſchwieg, Gaetana druͤckte ihm dankbar die Hand und ſagte:„Mein Romerio, Du warſt der Retter meines Lebens. Dies Dir zu danken iſt mir nicht moͤglich; mein Vermoͤ⸗ gen wuͤrde nicht hinreichen, das zu vergelten was Du fuͤr mich gethan. Und wenn ich es Dir gaͤbe, wenn ich Alles gaͤbe, was jetzt mein iſt, Du wuͤrdeſt es nicht achten, denn ich weiß, daß Du die Schaͤtze nur traurig anblicken wuͤrdeſt. Ich kenne Deine Wuͤnſche, aber ich
kann ſie nicht befriedigen: ich habe nur einmal 3
geliebt, ich kann nicht wieder lieben! Die bit⸗
terſte Taͤuſchung war der Liebe Lohn! Du
liebſt mich, ich weiß es, Romerio, aber n
ich auch Deine Liebe erwiederte, uns wäͤre
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