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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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doppelt und dreifach und eine Zechine galt zu jener Zeit nicht mehr, als jetzt ein winziger Scudo. Du weißt nichts mehr von jener Zeit, mein Junge, wo der alte Caſietti noch ein junger Herr war und taͤglich große Geſellſchaft im Schloſſe hatte. O was hab' ich verdient an dem Tage, wo ſie die junge Graͤfin tauf⸗

ten; der Vater wollte zerſpringen vor Freude

und als ich meine Thiere zwiſchen ſeinen uͤp⸗ pigen Weinbergen dahintrieb, da warf er mir eine ganze Hand voll Geld zu.Da, Mei⸗ ſter, ſagte er;habe des Zeuges genug, ſollt auch etwas haben Betet fuͤr meine kleine Gaetana! Das Kind wurde auf den Haͤnden getragen und nun icch will weiter nichts ſagen, man ſpricht nicht gern davon; Du weißt es ja auch, mein Sohn. Sie hat dem Vater das Herz gebrochen; der alte gute Herr liegt daheim und iſt krank, ſo krank, daß man jeden Augenblick ſein Hinſchei⸗ den erwartet.

's iſt wahr, entgegnete der Andere,ich

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