weniges Geld, von einem der Thiere Gebrauch zu machen Luſt habe. „Schlechte Zeit, fuͤrwahr, ſehr ſchlechte Zeit!“ rief der Eine einem Andern, einem ſchon alten Manne, zu, der Muͤhe hatte, ſeinen lang⸗ ohrigen Untergebenen im Zaum zu halten. „ Schon etwas verdient heute, Meiſter Vasco?“ „Verdient? Man ſoll nicht mit dem Alter ſcherzen, mein Sohn; Du weißt es ja, daß ich noch nichts verdient habe. Bin ja nicht mehr ſo auf den Beinen, wie ſonſt. Ihr haſcht mir ja Alles vor den Augen weg, Ihr Jungen. Ja ſonſt, da ging's bei weitem beſſer mit dem alten Vasco. Zehn und zwoͤlf Maul⸗ thiere und nie eins leer und ledig; wenn ich Abends heimkehrte, konnte ſich das arme Vieh kaum noch in den Stall ſchleppen und das Herz hat mir manchmal weh gethan, wenn ich ſah, daß die Thiere hungrig vor der Krippe ſtanden und doch vor Muͤdigkeit das ſchoͤnſte Futter nicht freſſen konnten. Aber da wurde auch etwas verdient. Die Signori zahlten
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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
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