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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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167 angſt bemaͤchtigte ſich ſeiner, er warf die

Schluͤſſel weit von ſich und ſank weinend auf

die Knie.Gaetana! rief er,Gaetana! Es regte ſich im Innern des Kerkers und die Arme antwortete:Romerio, rette mich!

Da ſprang er wuͤthend auf und rannte mit Gigantenkraft gegen die Thuͤre; praſſelnd brach ſie aus einander. Eine Minute ſpaͤter ſtand er vor der graͤßlich entſtellten Graͤfin, die ſich nur halb auf ihrem Lager aufzurichten ver⸗ mochte. Er ſchauderte, als er die Arme er⸗ blickte; aber ſchon im naͤchſten Augenblicke er⸗ griff er das fieberkranke Weib und trug es aus dem Kerker. Das wiederergriffene Schlüͤſ⸗ ſelbund oͤffnete die wenigen Thuͤren, die ſie noch zu paſſiren hatten und als der St. Mar⸗ custhurm die neunte Stunde verkuͤndete, waren Beide gerettet!

In Venedig hielt er ſich und die Geliebte K.

nicht fuͤr ſicher genug, da ſein unerhoͤrtes Wag⸗

ſtuͤck zu viel Aufſehen machen mußte. Deshalb beſchloß er, noch dieſelbe Nacht mit Gaetana