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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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1866

da die groͤßte Eile als unerlaͤßlichſte Bedingung der Rettung erſchien.

Aber in dieſem Geſchoß befanden ſich zwei Reihen Kerker, von denen der groͤßte Theil verſchloſſen und folglich auch bewohnt war.

In welchem war nun die Geliebte? Er ſann einen Augenblick, horchte dann bald an dieſer, bald an jener Thuͤre, aber immer hoͤrte er nur maͤnnliche oder gar keine Stimmen. Ganz vorn, am Eingange des Geſchoſſes, befand ſich eine ganz kleine, nur wenig verwahrte Thür, durch die ein Aechzen, Weinen und Wimmern zu dringen ſchien. Auf dieſe Thuͤre ging er zu und legte das Ohr dicht an das große Schloß es aͤchzte wieder, er hoͤrte ein Gebet ſtam⸗ meln ja es war Gaetana's Stimme. Zitternd vor Freude ergriff er das Schluͤſſel⸗ bund und begann die großen Schluͤſſel der Reihe nach zu betrachten. Keiner ſchien ihm paſſend. Er probirte dieſen und jenen, doch immer war es der rechte nicht. Bald hatte er

ſie alle verſucht und keiner ſchloß! Todes⸗