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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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„Schweig, Kind! Zerreiß mir nicht das Herz mit dem Worte. O Caſietti! So weit iſt es mit Deinem Hauſe gekommen— Ban⸗ diten Fluch der Hoͤlle! Banditen werden in den Hallen bewirthet, wo die alten Ahnenbilder meines Hauſes haͤngen. Gaeta⸗ na!“ rief er noch einmal und ſein Geſicht braͤunte ſich, wie die Augen des Loͤwen, wenn er in hoͤchſter Wuth ſich bereit macht, auf ſein Opfer zu ſtuͤrzen,„Gaetana! Du haſt einen Moͤrder geliebt!“

Die Signora ſank zuſammen. Dies Wort war zu ſtark fuͤr ihre zarte Seele, zu erſchuͤt⸗ ternd fuͤr die weichen Gebilde eines Koͤrpers, der nicht fuͤr die Eindruͤcke des Entſetzlichen geſchaffen war. Der Graf trug ſein Kind wei⸗ nend auf den Divan.—„Signor Zezi!“ rief er dann, und der Ton drang wie die Stimme des Weltgerichts durch die weiten Naͤume. „Signor Zezi!“ rief er noch einmal, aber Signor Zezi antwortete nicht. Statt ſeiner erſchien ein Diener.

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