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Gianettiona und Gaetana; oder der Bandit von Venedig : Roman in drei Büchern / von Carl Heinrich
Entstehung
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Wort mit einander wechſelten und ſich nur auf eine ſehr lakoniſche Weiſe verabſchiedeten.

Gianettino wurde heute nicht minder kalt aufgenommen. Die gewoͤhnlichen Erkundigun⸗ gen nach Befinden, Schlaf und dergleichen, beantwortete die Graͤfin mit jener eiſigen Hoͤf⸗ lichkeit, die, eine Folge beleidigten Stolzes, den Liebenden nur zu oft eigen iſt. Ueberdies ſchien es, als ſeien beide Theile nicht aufgelegt, weſentlich zur Beſeitigung dieſer Disharmonie beizutragen, denn waͤhrend Gaetana ſich ſin⸗

nend an das Fortepiano ſetzte, um eine ſchwer⸗

muͤthige Phantaſie zu ſpielen, oͤffnete Torquante das Fenſter und ſchaute duͤſter nach den uͤppig prangenden Weinbergen hinaus, die das Eigen⸗ thum der graͤflichen Familie waren.

Die Dazwiſchenkunft des Grafen unter⸗

brach die peinliche Situation. Auch er war

heute minder freundlich.

„Eure Familie muß ſehr zuruͤckgezogen in Venedig leben, und ſelbſt Ihr, Herr von Tor⸗