Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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Noth; hier unter dem Mantel bringe ich dir dein ſtarkes Zepter und die ſchöne Krone erkennſt du mich nicht, mein Kaiſer? Wenn ich dich nicht befreyen kann, ſo will ich dich wenig⸗ ſtens tröſten, und du ſollſt jemanden um dich haben, der mit dir ſchwatzt über die bedräng⸗ lichſte Drangſal, und dir Muth einſpricht, und dich lieb hat, und deſſen beſter Spaß und beſtes Blut zu deinen Dienſten ſteht. Denn du, mein Volk, biſt der wahre Kaiſer, der wahre Herr der Lande dein Wille iſt ſouverain und viel legitimer, als jenes purpurne Tel est nostre plaisir, das ſich auf ein göttliches Recht be⸗ ruft, ohne alle andre Gewähr als die Salba⸗ dereyen geſchorener Gaukler dein Wille, mein Volk, iſt die alleinig rechtmäßige Quelle aller Macht. Wenn du auch in Feſſeln darnieder liegſt, ſo ſtegt doch am Ende dein gutes Necht, es naht der Tag der Befreyung, eine neue Zeit