Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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Hülfe. Ich weiß nicht, ob er ſchon damals jenes käſebleiche Geſicht hatte, wie es auf den Bildern von Holbein abkonterfeit iſt. Aber die menſchenverachtende Unterlippe trat gewiß noch gewaltſamer hervor als auf jenen Bildern. Mußte er doch die Leute verachten, die, im Sonnenſchein des Glückes, ihn ſo ergeben um⸗ wedelt, und ihn jetzt allein ließen in dunkler Noth. Da öffnete ſich plötzlich die Kerkerthüre und herein trat ein verhüllter Mann, und wie dieſer den Mantel zurückſchlug, erkannte der Kaiſer ſeinen treuen Kunz von der Roſen, den Hofnarren. Dieſer brachte ihm Troſt und Rath, und es war der Hofnarr.

O, deutſches Vaterland! theures deutſches Volk! ich bin dein Kunz von der Roſen. Der Mann, deſſen eigentliches Amt die Kurzweil und der dich nur beluſtigen ſollte in guten Tagen, er dringt in deinen Kerker zur Zeit der