Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

VI

in ſeiner jetzigen Geſtalt den Beifall meiner Freunde gewonnen, dieſe Geſtalt ſcheint mir ſeine geiſtige Einheit zu bedingen, und ich möchte deshalb auch keine Zeile davon trennen, oder irgend ſonſt eine Veränderung, und ſei ſie noch ſo geringfügig, damit vornehmen. Die Lücke, die ſich in dieſem zweiten Bande bildete, ſuchte ich daher mit neuen Frühlingsliedern zu füllen. Ich übergebe ſie um ſo anſpruchloſer, da ich wohl weiß, daß Deutſchland keinen Mangel hat an dergleichen lyriſchen Gedichten. Außerdem iſt es unmöglich, in dieſer Gattung etwas beſſeres zu geben, als ſchon von den älteren Meiſtern geliefert worden, namentlich von Ludwig Uhland, der die Lieder der Minne und des Glaubens ſo hold und lieblich hervorgeſungen aus den Trümmern alter Burgen und Klboſterhallen.

Freilich, dieſe frommen und ritterlichen Töne,