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die Wahrheit muß heraus: ich bin hier blos Gaſt, Klein göhren iſt ſeit geſtern notariell und unwider⸗ ruflich das Eigenthum Ihrer Fräulein Tochter. Um Ihnen außerdem zu beweiſen, daß auch ein Fabrikant galant ſein kann, bitte ich Sie, mit mir auf den Balkon zu treten und ſich dort zu überzeugen, daß die junge Schloßherrin, auf deren Wohl ich mein Glas leere, künftighin von Kalk und Thon nichts mehr zu leiden hat!“.
Ein prächtiger perſiſcher Teppich, der die Front⸗ wand in ihrer ganzen Höhe und Breite verdeckte, rollte auseinander... Auf den Balkon, der ſich zeigt, eilt der Freiherr als der erſte, ſchaut hinab und glaubt zu träumen— die Fabrik iſt verſchwunden, wie in die Erde verſunken ohne eine Spur; dafür zieht ſich wie vordem, aber unendlich üppiger und ſchöner, ein Garten mit Buſch und Raſen, Marmor⸗ bildern und Springbrunnen, zu beiden Seiten einge⸗ faßt von dem unentweihten, alten, herrlichen Wald bis zum Strand der blauen See hinab. Nachdem Baron Riedgras erſt mit Zweifeln an der Wirklichkeit, dann mit Entzücken über dieſelbe das Alles überblickt
hatte, wandte er ſich nach dem Commerzienrath um. 12*


