Der Freiherr fuhr empor.„Wie ſo?“
„Weil ich keinen, durchaus keinen andern Rath zu geben wüßte, als den angedeuteten. In Geſchäften Jeder für ſich!“
Dem Baron trat der kalte Schweiß auf die Stirn, er fuhr mechaniſch mit der zitternden Hand darüber hin, dann blickte er abermals nach ſeinem Hut, doch es lag wie Blei in ſeinen Füßen.
„Erlauben Sie, daß ich meinen Sohn rufe“, ſagte der andere, um ihm über die Verlegenheit hin⸗ wegzuhelfen.„Er iſt vor einigen Tagen von Klein⸗ göhren angekommen und würde ſich's zur Ehre ſchätzen—“
Der Commerzienrath ging abſichtlich ſelbſt zur Thür, um dem Diener Weiſung zu geben, der Baron aber ſank in ſich zuſammen... Es war plötzlich ſehr düſter im ſonnenhellen Gemach.
Der Eintritt des jungen Riedel gab dem Edel⸗ mann ſeine Haltung wieder.
„Freut mich, freut mich, Sie zu ſehen, mein guter Herr Riedel“, ſagte er, indem er die Rechte darbot, welche Guſtav mit Wärme drückte.„Habe ſchon gehört, unſer— will ſagen, Ihre Fabrik blüht.“


