Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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weil er„die Großſtadt nicht vertrug“, gab es täglich Klagen wegen der Dienſtboten. Aber die Baronin hatte heute ſchwerere Sorgen.

Ihre Tochter wurde heute endlich von irgend einer ahnenreichen Tante bei Hofe vorgeſtellt. Zwar mußte die Mutter zu Hauſe bleiben, aber dieſe Bitterniß hätte ſich verwinden laſſen, wenn nur auf einen Sieg der Tochter zu hoffen geweſen wäre. Ihre Knixe ſind entſetzlich, dachte die Baronin, ihr Roth, wenn ſie an⸗ geſprochen wird, iſt viel zu intenſiv, und ihre Ant⸗ worten ſind kaum ein Liſpeln, ſie wird nie unter die Haube kommen!

Draußen rauſchte der Regen, zuweilen polterte ein Wagen über das Pflaſter, man fühlte gleichſam mit dem Fahrgaſt das Schwanken.

Es ſchien der Baronin in dem großen Hauſe ein⸗ ſamer, ſtiller noch zu ſein, als in Kleingöhren. Doch jetzt, in der Wohnung über ihr, beim Geheimrath, begann das Jüngſte kläglich zu ſchreien. Dieſe ſtädti⸗ ſchen Domeſtiken! Alle taugen nichts... Endlich kam droben die Wärterin, jedenfalls aus der Nachbarſchaft; denn ſie hat die ſchweren Schuhe an, tapp, tapp,