Teil eines Werkes 
2. Bd. (1875)
Entstehung
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Kreiſen mit kühler Achtung, welche ſie mit galligem Temperament für Zurückſetzung hielt; ſie fühlte ſich gekränkt, gedrückt, die Verſuche, glänzende Geſellſchaften in ihren Salons zu verſammeln, waren kläglich miß⸗ rathen, ſie ſah immer nur Männer um ſich oder viel⸗ mehr um den Baron, welche ausſchließlich von Politik redeten, Whiſt ſpielten und rauchten. Ihr Mann hatte alle ſeine gute Laune verloren und nur noch Geld⸗ projecte und Wahlmanöver im Kopf. Mit ihrer Herr⸗ ſchaft über ihn war es aus. Ihr Sohn Fritz lebte in der Kaſerne und zog die Geſellſchaft ſeiner Kame⸗ raden entſchieden der ihren vor. Wanda endlich— ja, ſie war noch immer das gute Kind, leider ein zu gutes Kind, niemals wird ſie eine Dame werden, nie⸗ mals ihren Stand repräſentiren. Alle Bemühungen der jüngeren Cavaliere, in dieſem ſchönen Weſen Witz, Leben, Koketterie zu erwecken, ſcheiterten an Wanda's unbezwinglicher Schüchternheit. Man nannte ſie in der Geſellſchaft die Einfalt vom Lande und gab ſie auf.

Der Blick der Baronin ſiel auf die Toiletten⸗ gegenſtände, die noch ungeordnet im Zimmer umher⸗ lagen. Ach, dieſe ſtädtiſchen Domeſtiken! Seitdem der gute alte Johann in die Heimat zurückgeſchickt worden,