47⁶
Bruck unter den Arm und ging mit ihm hinter den Damen her, die hellbeleuchtete Treppe hinan nach den obern Gemächern.„Kommen Sie, lieber Bruck“, ſagte er auf der letzten Stufe,„ich müßte unſere Damen nicht kennen, wenn wir nicht zu einer Cigarre noch Zeit hätten. Flor iſt fatiguirt, und die andern ſind voll. Ich habe den ganzen Tag über nichts von Ihnen gehabt.“
Im Rauchzimmer rückte Severin den beiden Herren die Schaukelſtühle zurecht, ſtellte das brennende Wachs⸗ licht und den Cigarrenkaſten auf das japaniſche Tiſch⸗ chen und fragte nach weitern Befehlen.
Herr von Bruck bat um ein Glas Waſſer, und Guido, der wieder einmal Feuer in ſeinen Adern fühlte, lechzte nach einem Römer eiskaltem Sherry⸗ Cobler.— Da der Steinerne auch unter vier Augen nicht geſprächiger wurde, kam der Graf ohne Um⸗ ſchweife mit dem, was ihn bedrückte, heraus.
„Sie müſſen ſich doch eigene Gedanken machen, lieber Bruck, daß wir Ihnen ſo mir nichts dir nichts unſern Jungen auf den Hals laden.“
„Warum?“ „Hm, der Einfall der Gräfin— ich muß leider ihr allein die Verantwortung überlaſſen— iſt im
Heigel, Benedictus. I.. 12


